Das Beyond Modern Orchestra wurde 2021 von Christoph Croisé gegründet und ist seither Residenzorchester der Niederlenzer Musiktage. Das Ensemble entstand aus dem Wunsch heraus, neue Konzertformate zu entwickeln und insbesondere neue Werke zur Uraufführung zu bringen. Deshalb beinhaltet jedes Programm des Beyond Modern Orchestra mindestens eine Uraufführung und verbindet zeitgenössische Musik mit ausgewählten Repertoirewerken.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Förderung neuer Kompositionen und der engen Zusammenarbeit mit Komponistinnen und Komponisten unserer Zeit. Im Beyond Modern Orchestra kommen internationale Solistinnen und Solisten sowie erfahrene Kammermusikerinnen und Kammermusiker zu einem flexiblen und klanglich vielseitigen Ensemble zusammen. Seit der Gründung wurden zahlreiche Werke uraufgeführt, darunter Kompositionen von Daniel Schnyder, Massimiliano Matesic, Christopher Tyler Nickel und Keiko Fujiie sowie einige eigene Werke von Christoph Croisé.
Ouvertüre im italienischen Stil, D. 590
Cellokonzert Nr. 1 in C-Dur, Hob. VIIb:1
Flötenkonzert Nr. 2 in D-Dur, KV 314
Klavierkonzert Nr. 3, Op. 28 (Uraufführung)
Beyond Modern Orchestra
Christoph Croisé
Nuriia Khasenova
Christoph Croisé
Nicole Loretan
René Schweri Stiftung und Denise Gaydoul
Vom Tagesspiegel als «Cellist mit feinnervigem Habitus und warmer, inniger Timbrierung» bezeichnet, ist der schweizerisch-französisch-deutsche Cellist Christoph Croisé ein Künstler, dessen facettenreiche Musikalität stilistische und kulturelle Grenzen überschreitet. Als Interpret und Komponist gleichermassen zu Hause, gehört er zu den wenigen Musikern unserer Zeit, die die Tradition des komponierenden und interpretierenden Virtuosen mit einer unverwechselbaren künstlerischen Stimme fortführen.
Bereits mit 17 Jahren debütierte er in der Carnegie Hall New York. Seither führten ihn Konzerte u. a. in die Tonhalle Zürich, das Konzerthaus Wien, die Wigmore Hall London, die Elbphilharmonie Hamburg und die Philharmonie Berlin. Als Solist arbeitete er mit Dirigenten wie Michael Sanderling, Mario Venzago und Ayyub Guliyev sowie Orchestern wie dem Münchner Rundfunkorchester, dem Musikkollegium Winterthur und dem Cape Town Philharmonic Orchestra. Rundfunkübertragungen bei BR, BBC, WQXR, NDR und SRF begleiteten seine Konzerte.
Croisé ist mehrfacher 1. Preisträger internationaler Wettbewerbe, darunter beim Internationalen Johannes-Brahms-Wettbewerb sowie der International Schoenfeld Competition in Harbin (China). Seine Einspielungen bei AVIE, Quartz Classics und Genuin erhielten zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Pizzicato Supersonic Award und die Ehrung als «Critics’ Choice of the Year 2024». Er ist Gründer und künstlerischer Leiter der Niederlenzer Musiktage sowie des Beyond Modern Orchestra.
Nuriia Khasenova ist eine aus Kasachstan stammende Flötistin und Performerin. Seit 2012 lebt sie in der Schweiz, wo sie ihre künstlerische Laufbahn konsequent zwischen klassischer Musik und interdisziplinären Performanceformen entwickelt.
Nach ihrem Studium an den Musikhochschulen in Genf und Zürich schloss sie die Masterstudiengänge Musik Performance und Musikpädagogik ab. Parallel dazu erweiterte sie ihr künstlerisches Schaffen um transdisziplinäre Ansätze, in denen Musik, Sprache, Bewegung und Improvisation miteinander verschmelzen. Ihr Repertoire reicht von klassischer und zeitgenössischer Musik bis hin zu Volksmusik und freier Improvisation.
Als Solistin, Kammermusikerin und Performerin konzertierte Nuriia Khasenova bei renommierten Festivals wie dem Archipel Genève, der IGNM Zürich, dem Musikfestival Bern und dem Festival Rümlingen sowie bei internationalen Projekten in Europa, Australien und Asien. Darüber hinaus ist sie regelmässig an interdisziplinären Produktionen beteiligt, die in der Schweiz, Finnland und Hongkong zur Aufführung gelangen.
Gemeinsam mit weiteren Künstlerinnen und Künstlern gründete sie das Kollektiv International Totem (KIT), eine Plattform für Musiktheater- und Performanceprojekte, die auf kollaborativen und forschungsbasierten Arbeitsweisen beruht.
2025 wurde sie mit ihrem Projekt Between One and Many als Preisträgerin des Nicati-Wettbewerbs (Open Space) ausgezeichnet. Das Werk wurde in Zürich uraufgeführt und anschliessend in Bern und Basel präsentiert.
Wichtige musikalische Impulse erhielt sie von Maria João Pires, Lars Vogt, Zoltan Kocsis, Pavel Gililov, Dmitri Alexeev, Michel Béroff und Andrea Bonatta.
Seit 2016 ist Nicole Loretan Stipendiatin der Hirschmann Stiftung undseit 2024 unter Vertrag bei der Agentur «Felix Artists Management».
Bereits mit vier Jahren erhielt Nicole Loretan ihren ersten Klavierunterricht. Ihr grosses Potential wurde früh erkannt, sodass sie 2008 als Jungstudentin an die Zürcher Hochschule der Künste aufgenommen und von Herrn Professor Eckart Heiligers unterrichtet wurde. Es folgte eine intensive Zusammenarbeit mit dem Pianisten und Dirigenten Florian Krumpöck in Wien, welcher die Entwicklung von Nicole Loretan entscheidend prägte.
Nachdem sie 2015 den Bachelor mit Auszeichnung und den Master of Performance im Jahr 2018 erhielt, schloss sie 2020 den Master of Pedagogy bei Herrn Professor Till Fellner an der Zürcher Hochschule der Künste ab. Seit 2021 ist Nicole Loretan Dozentin an der MKZ (Musikschule Konservatorium Zürich) am Florhof. Sie gewann u.a. 2021 den 3. Preis am “XII International competition Giovani Musicisti – Citta di Treviso”, den 3. Preis am “Glory International Competition” in New York , den 2. Preis und “best Schumann” am “Elevato Piano Competition 2023” und den 1. Preis am “Làszlo Spezzaferri Competition” in Verona.