Mozart, Schostakowitsch, V. Williams und de Falla

20. August um 19.00 Uhr

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Programm:

W. A. Mozart
Ouvertüre zur Oper «Le nozze di Figaro», KV 492
D. Schostakowitsch
Klavierkonzert Nr. 2 in F-Dur, Op. 102
R. V. Williams
The Lark Ascending
M. de Falla
El Amor Brujo
Orchester
Camerata Schweiz
Dirigent
Howard Griffiths
Klavier
Nicole Loretan
Violine
Alican Süner
Ermöglicht durch
Zürcher Kantonalbank
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Die Camerata Schweiz erlangte in der Schweiz grosse Bekanntheit mit ihrer Produktion im Orchestergraben gemeinsam mit Ursus & Nadeschkin und Graziella Contratto. Die Produktion gilt bis heute als Sinnbild für die Experimentierfreude und Offenheit des Orchesters. Zusammen mit ihrem langjährigen Dirigenten Howard Griffiths entstanden zahlreiche innovative Projekte wie die beliebten «Couch-Konzerte». Dort wurde Musik nicht nur gespielt, sondern auch auf unterhaltsame Weise erklärt: Musikerinnen und Musiker wurden während des Konzerts interviewt, Hintergründe zu den Werken erzählt und neue Zugänge zur klassischen Musik geschaffen. Immer wieder trafen dabei unterschiedliche Musikstile, Kulturen und Künstlerpersönlichkeiten aufeinander und verschmolzen zu spannenden musikalischen Begegnungen. Zahlreiche CD-Produktionen ergänzen das vielseitige Schaffen des Orchesters. Regelmässig ist die Camerata Schweiz im Casino Bern, in der Tonhalle Zürich sowie im KKL Luzern zu Gast. Mit voller Energie und grosser Leidenschaft spielen wir uns immer wieder neu in die Herzen unseres Publikums.
Jonas Erni (Konzertmeister)
über die Camerata Schweiz

In England geboren, studierte Howard Griffiths am Royal College of Music in London und lebt seit 1981 mit seiner Familie in der Schweiz. Von 1996 bis 2006 war er Künstlerischer Leiter und Chefdirigent des Zürcher Kammerorchesters, mit dem er neue Wege einschlug und dessen Tradition in vielerlei Hinsicht massgeblich weiterführte. Von 2007 bis 2018 war Howard Griffiths Generalmusikdirektor des Brandenburgischen Staatsorchesters Frankfurt, wo er nun Ehrendirigent ist. Beide Chefpositionen gestalteten sich äusserst erfolgreich, was sich u.a. in ausgedehnten Tourneen durch Europa, USA und China, preisgekrönten CD-Einspielungen, Pionierprojekten im Bereich Musikvermittlung und Jugendarbeit als auch in der Ausweitung des Stammpublikums und einer ausserordentlichen Resonanz bei Publikum und Presse äusserte.

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Bereits mit vier Jahren erhielt Nicole Loretan ihren ersten Klavierunterricht. Ihr Potential wurde früh erkannt, sodass sie 2008 als Jungstudentin an die Zürcher Hochschule der Künste aufgenommen und von Herrn Professor Eckart Heiligers unterrichtet wurde. Es folgte eine intensive Zusammenarbeit mit dem Pianisten und Dirigenten Florian Krumpöck in Wien, welcher die Entwicklung von Nicole Loretan entscheidend prägte.

Nachdem sie 2015 den Bachelor mit Auszeichnung und den Master of Performance im Jahr 2018 erhielt, schloss sie 2020 den Master of Pedagogy bei Herrn Professor Till Fellner an der Zürcher Hochschule der Künste ab. Seit 2021 ist Nicole Loretan Dozentin an der MKZ (Musikschule Konservatorium Zürich) am Florhof. Sie gewann u.a. 2021 den 3. Preis am «XII International competition Giovani Musicisti – Citta di Treviso», den 3. Preis am «Glory International Competition» in New York, den 2. Preis und «best Schumann» am «Elevato Piano Competition 2023», den 1. Preis am «Làszlo Spezzaferri Competition» in Verona und den 1. Preis am «Munich Piano Competition 2026».

Wichtige musikalische Impulse erhielt sie von Maria João Pires, Lars Vogt, Zoltan Kocsis, Pavel Gililov, Dmitri Alexeev, Michel Béroff und Andrea Bonatta.

Seit 2016 ist Nicole Loretan Stipendiatin der Hirschmann Stiftung und seit 2024 unter Vertrag bei der Agentur «Lachenmann Music».

Der 1992 geborene türkische Geiger Alican Süner ist Gewinner des «Max-Rostal-Wettbewerbs» 2015 in Berlin und des «Postacchini-Wettbewerbs» 2015 in Fermo, Italien. Weitere Preise sind der Publikumspreis und Sonderpreis der Freunde Junger Musiker Berlin, die Medaille der italienischen Präsidentschaft und Preise in seinem Heimatland Türkei. Süner trat als Solist mit Ensembles wie dem Konzerthausorchester Berlin, dem Franz Liszt Kammerorchester, der Filarmonica Marchigiana und I Virtuosi Italiani auf; in Konzertsälen wie der Philharmonie Berlin, dem Gewandhaus Leipzig, dem Teatro Filarmonico di Verona und dem Konzerthaus Berlin. 2023 gab es CD-Aufnahmen für das Label CPO mit dem Pianisten Julian Trevelyan und dem BBC National Orchestra of Wales unter der Leitung von Howard Griffiths, und mit der Pianistin İris Şentürker für das Label Prospero in Berlin. Darüber hinaus veröffentlichte Süner seine ersten Soloalben im Eigenverlag, die kompletten 24 Capricen von Paganini und Ysaÿe-Sonaten in der Tonhalle Zürich.

Süner erhielt seine ersten Geigenunterrichte bei Lily Tchumburidze in Mersin. Er trat als Solist mit führenden Orchestern der Türkei auf. Von 2011–2020 war er Student bei Prof. Nora Chastain an der UdK Berlin, wo er seinen Bachelor sowie Master-Solistenabschluss erhielt. Von 2016 bis 2018 war Süner Mitglied der Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker, wo er Unterricht beim 1. Konzertmeister Noah Bendix Balgley nahm. Er wurde als Gastkonzertmeister vom Orchester der Komischen Oper Berlin, dem Orchestre de la Suisse Romande, dem Staatsorchester Stuttgart, dem Musikkollegium Winterthur und dem Tekfen Philharmonic eingeladen.

Im August 2021 wurde Süner als erster Geiger zum Tonhalle-Orchester Zürich unter Paavo Järvi berufen und in der darauffolgenden Saison zum (interimistischen) 2. Konzertmeister befördert. 2022 wurde er in den künstlerischen Beirat des Istanbul Music Festivals berufen. Derzeit spielt er auf zwei Violinen von G. Guadagnini (Turin, ca. 1820) und Nurgül Çomak (Istanbul, 2022).